Dienstag, 15. Dezember 2009

Frohe eWeihnacht!

Allen Weihnachts-Fans und -Hassern wünsche ich an dieser Stelle geruhsame Festtage! Nein, ich bin nicht in krankhafter Christmas-Stimmung, sondern wollte einfach noch ein Nikolausbild posten:



By the way: Ich habe Gefallen am PC-Zeichnen gefunden. Mittlerweile habe ich, sofern möglich, alle Fremd-Bilder als Eigen-Interpretation nachgezeichnet. Sieht doch gleich viel schicker aus. In Zukunft mehr davon :-)

2 Mahara or not 2 Mahara...

... that's the gorram question. Unser Übungsmodul bis morgen war ja, sich bei Mahara.at ein erstes ePortfolio zu erstellen - was ich auch prompt getan habe. Ein Portfolio ist, salopp gesagt, eine Präsentationsmappe um sich nach außen hin darzustellen - ein ePortfolio ist nicht nur um den Präfix, sondern gleich um eine ganze Palette an Funktionen erweitert.

Mahara.at hostet das ePortfolio-Tool Mahara: Man kann sich dort registrieren, verschiedene Bausteine (Galerien, Feeds, Lebenslauf, Kontakte, etc.) erstellen und beliebig in verschiedene Ansichten einfügen. Dabei kann man nicht nur sich selbst und seinen schulischen oder beruflichen Werdegang nach außen tragen. Man kann auch Seiten erstellen, die ein Projekt oder einfach ein Thema beschreiben - Grenzen setzt wie so meist nur die eigene Fantasie. Matthias hat zum Beispiel ein ePortfolio zur eTeaching-Lehrveranstaltung erstellt.

Man kann seinen Seiten also Bilder und Videos hinzufügen - so weit so fad. Das interessante an Mahara ist aber vielmehr der Aspekt, dass man einmal angelegte Daten (wie Kontakte oder Lebenslauf) immer wieder in verschiedene Ansichten einbinden kann. Die Ansichten wiederum lassen sich schnell konfigurieren und man darf auch festlegen, wem man Zugriff darauf geben will: In Zeiten von Data Mining, Google und Facebook eine erfrischende Abwechslung.


Werde ich Mahara weiter verwenden? Ja, weil es eine gute Möglichkeit ist, sich seriös nach außen hin zu präsentieren. Vielleicht weniger seriös, dafür eine ganze Ecke kreativer ist der Präsentations-Dienst Prezi - hier kann man sich wirklich austoben: Vielleicht das richtige, um künftig meine Fotos zu präsentieren (besser als sich durch Flickr zu klicken). Ich habe Prezi selbst noch nicht benutzt, aber ich will es noch lernen. Einfacher gehts natürlich auch, mit Netvibes: Ich habe dort eine öffentliche eTeaching-Seite erstellt. Doch entweder finde ich die Option nicht, oder man kann wirklich nur eine öffentliche Seite erstellen. Dabei kann man auch keine Zugriffsrechte vergeben. Somit keine wirkliche Alternative zu Mahara, aber eine gute Ergänzung, zumal ich ohnehin schon Netvibes verwende.

Links:

Mahara.at
Meine Mahara-Präsentationsseite
Mahara
Matthias eLearn-Tagebuch
Matthias eTeaching-ePortfolio
Prezi
Netvibes
Meine eTeaching-Netvibes-Seite

Urheberrecht und eLearning

Hallo beisammen und herzlich willkommen zur Weihnachtsausgabe meines Blogs! Die letzten zwei Wochen waren etwas stressiger als sonst, deshalb gibt es diesen Post mit etwas Verspätung. Das Thema heute lautet "Urheberrecht und eLearning".

 



Ich bin dafür bekannt, dass ich gerne Comics beifüge, um meine Blogposts ein wenig aufzuheitern oder zu illustrieren. Dabei stelle ich in letzter Zeit fest, dass dies auch ganz schön in die Hose gehen kann. Um absolut sicher zu gehen, habe ich meinen heutigen Comic selbst gezeichnet. Aber genug der Eigenwerbung und zurück zum Thema - ich werde mich dabei an den Fragen im Arbeitsauftrag entlang hangeln:


In wieweit hat sich mein Wissen über und Umgang mit Urheberrecht, Verwendung und Fremdmaterialien und Zitiermöglichkeiten durch die neuen Inputs geändert?

Ich bin nicht naiv und kenne mich im Web aus - trotzdem habe ich gemerkt, dass ich mein Wissen über Urheberrechte in wenigen Worten zusammenfassen lässt: vage, wischiwaschi und nicht profund. Ja, ich weiß was der Unterschied zwischen Urheber- und Verwertungsrecht ist und interessiere mich auch im Rahmen der FileSharing-Debatte für dieses Thema. Aber wie mich rechtliche Fragen als Autor eines Blogs und anderswo im Netz betreffen, ist für mich noch Neuland. Die Literatur zu diesem Arbeitsauftrag zeigt mir, wann man wie zitieren kann und unter welchen Umständen man das lieber bleiben lassen sollte.



In Zukunft will ich Fremdmaterial sparsamer und bewusster einsetzen. Damit meine ich nicht nur, das ich meine Webcomics nun selbst zeichne. Ich spreche auch davon, dass ich mich frage ob ich einen bestimmten Fremdinhalt überhaupt brauche: Und wenn ja, ob und wie ich diesen zitieren darf. Im Zweifelsfall und insbesondere bei audiovisuellen Fremdinhalten, will ich auch verstärkt auf Creative Commons setzen, um garantiert auf der sicheren Seite zu fahren.


Welche Probleme erschweren die Verwendung von Fremdmaterialien in der Praxis?

Das größte Problem, das ich bei Fremdinhalten habe ist, wenn bei diesen nicht vermerkt ist, wie sie rechtlich geschützt sind. Creative Commons oder Copyright sind meist an prominenter Stelle vermerkt - aber was tun, wenn nichts dabei steht? Früher hätte ich gesagt: Wird schon schiefgehen; Heute meine ich: Finger weg! Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und das kann teuer werden.


Ein anderes Problem in der Praxis ist das Zitieren an sich: Die wenigsten Menschen setzen sich mit Urheberrecht auseinander und wissen weder wann man zitieren darf, noch wie man zitieren soll. Selbst wer den Willen aufbringt, sich mit dem Thema zu befassen, muss die trockene Materie zunächst einmal verstehen. Wir in diesem Kurs sind wahrscheinlich an genau diesem Punkt angelangt: Dem Zitat.


Welche (halbwegs) eleganten und rechtlich unbedenklichen Möglichkeiten habe ich?

Ja, da Zitat ist eine Möglichkeit, Fremdinhalte in das eigene Produkt einzubinden. Aber auch das klingt zunächst einfacher, als es ist: Ein Bild auf den eigenen Blog zu kopieren und den Autor zu nennen reicht bei weitem nicht aus - unter der selben Annahme könnte man auch gleich den DVD-Rip eines Films hochladen und den Namen des Regisseurs darunter schreiben (ja, mir ist bewusst, dass der Vergleich hinkt). Es gibt verschiedene Arten von Zitaten, die ich für mich selbst noch nicht alle erschlossen habe. Beispielsweise definiert das deutsche Urheberrecht Zitate folgendermaßen:

UrhG § 51 Zitate
Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist. Zulässig ist dies insbesondere, wenn
  1. einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
  2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,
  3. einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.

Wenn unsere Gesetzgeber eines Tages noch lernen, ihre Weisungen in lesbares Deutsch zu formen, werden auch mehr Menschen das Urheberrecht begreifen.


Weitere, sichere Möglichkeiten, Fremdmaterial zu verwenden sind z.B. eingebettete Inhalte wie über YouTube (wobei man wissen sollte, ob das Ausgangsmaterial rechtlich einwandfrei ist) oder Inhalte, die mit einer Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet sind. Doch nicht mal die CC sind komplett ohne Risiko - wer mehr darüber lesen möchte, dem möchte ich den Text The Creative Commons and Photography empfehlen. Denn wer garantiert uns z.B., dass der Vergeber der CC-Lizenz auch tatsächlich der Urheber ist?


Welche Fragen sind noch offen?

Gut, und was hat das Ganze nun mit eLearning zu tun? Wenn wir uns dem Labeling-Zwang unterwerfen, dann betreiben wir in unserem Kurs ja eLearning2.0. Und im Gegensatz zum eLeaning1.0, das als geschlossenen System quasi wie ein Online-Klassenzimmer funktioniert hat, sind wir mit unseren Inhalten in der Öffentlichkeit. Im Klassenzimmer einen Film zu zeigen oder geschütztes Material zu verbreiten ist, mit der Ausnahme von Schulbüchern, meist legal und, selbst wenn nicht, nur schwer überführbar. Wir aber haben das Klassenzimmer1.0 verlassen und laufen nun auf den Straßen der Welt2.0 um zu lernen: So sind wir besser vernetzt und können uns leichter austauschen. Andererseits müssen wir auch aufpassen, was wir sagen und wen wir kopieren. Und wenn uns das bewusst ist, haben wir schon einiges geschafft.


Links:


Abmahnung (Vorarlblog.at) 
WhatsCreativeCommons (Wikispaces)

1,9 Millionen Dollar für 24 MP3-Songs (FAZ.net)
The Creative Commons and Photography (Dan Heller Photography)