Und zwar mit einem neuen Projekt und den lieb gewonnenen Web 2.0 Tools. Was ich meine? Ich fange am besten mal von vorne an...
Wahrscheinlich interessiert sich jeder für bestimmte Themen, seien es Nachrichten, Hobby oder Kommunikation. Mich interessiert generell alles, speziell aber der Fußball und nochmal gesondert mein Verein: Die Münchener Löwen (natürlich könnte hier auch fast jedes andere Thema stehen - aber ich will es daran aufziehen) Ganz früher war die Printausgabe des Merkur, vielleicht noch Radio und Videotext das Mittel der Wahl, um bei den Sechzgern auf dem Laufenden zu bleiben. Irgendwann habe ich im Web, vor allem in Fanforen nach Neuigkeiten aus dem Verein gefahndet. Seit grob einem dreiviertel Jahr habe ich mir RSS-Feeds auf meine persönliche Netvibes-Seite abonniert. Das sieht so aus:
Schon ganz nett, vor allem aufgrund des gewissen "Zeitungs-Feelings". Aber was seither im täglichen Einsatz ist und, zugegeben, sehr hübsch aussieht, ist mir fast schon zu unpraktisch geworden. Parallel dazu versuche ich mich seit ein paar Monaten mit Twitter anzufreunden: Um das Eis etwas schneller zu brechen habe ich den Twitter-Client TweetDeck im Dauereinsatz. Da war es ein netter Nebeneffekt, dass ich mir mit dem Hashtag #1860 Neugikeiten über den Verein quasi minutenaktuell auf den Desktop holen kann. So richtig hübsch ist das aber nicht und oft sind auch Doubletten oder Meldungen dabei, die mich nicht mal periphär tangieren:
Was also tun? Auf der Netvibes-Seite habe ich alle relevanten RSS-Feeds beisammen, nur ist es etwas unübersichtlich und ich muss erst die Seite besuchen, um die News zu sehen. Mit TweetDeck habe ich Posts mit bestimmten Hashtags sofort auf dem Desktop und werde, wenn ich will, über eine Infobox auf Neuigkeiten aufmerksam gemacht. Wie bekomme ich das beste von beiden Diensten zusammen und halte die Nachteile so gering wie möglich?
Für dieses Problem sind mir zwei Lösungen eingefallen. Und beide habe ich heute umgesetzt!
Lösung #1: Mit dem Dienst Twitterfeed habe ich alle mir bekannten Feeds über den TSV 1860 aus dem Web geklaubt (darunter Merkur, AZ, SZ, Kicker, 11Freunde und Sport1) und so konfiguriert, dass die jüngsten Neuigkeiten auf meinen neuen Twitter-Account gepostet werden: LoewenFeed.
Der Vorteil: Indem ich meinem neuen Account mit meinem Standard-Account folge, bekomme ich garantiert nur Nachrichten über den Verein auf meinen Desktop und das ohne auch nur eine einzige Seite besuchen zu müssen.
Der Nachteil: Twitterfeed liest nur jede halbe Stunde die Feeds ein - die Methode Hashtag-Suche war also aktueller, dafür auch unpräziser. Mit dieser Verzögerung kann ich leben, wenn ich dafür wertvolle Meldungen bekomme. Ein weiterer Nachteil, der sich aber hoffentlich bald legt ist, dass Twitterfeed auch Uralt-News ausgräbt und auf Twitter postet. Ich denke aber, dass der Dienst alle frisch abonnierten Feeds erst mal einliest und postet, egal wie aktuell und, dass sich diese Logorhoe bald legt.
Fazit: Tolle Sache! Alle News auf dem Desktop und das sehr schnell. Wenn die Sache ein paar Tage reibungslos läuft, mache ich auch Werbung dafür und lasse andere am News-Ticker teilhaben.
Lösung #2: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht - oder: FriendFeed is your friend! Ich habe natürlich erst einmal gesucht, ob es schon einen "60er-Channel" auf FF gibt, doch Fehlanzeige. Also habe ich fix selbst einen aufgemacht und die Feeds abonniert: Hier gehts zum Loewen-Feed auf FF.
Der Vorteil: Der FriendFeed ist optisch ansprechend und übernimmt Bilder aus Artikeln, die das ganze optisch auflockern. Noch dazu sieht man gleich woher die News stammen.
Der Nachteil: Eigentlich wie Twitter, nur umgekehrt. Es ist hübsch und übersichtlich, dafür muss ich die Seite erst besuchen und bin damit nicht immer live dabei.
Fazit: Genauso toll! Ich habe die Neuigkeiten zwar nicht auf dem Desktop, aber schön sortiert im Web - ich muss ja nicht immer auf die Minute genau wissen, wann es einen Außenverteidiger im Wadl zwickt. Schön ist auch, dass ich Freunde einladen kann, die sich für das Thema interessieren und so zu den Artikeln Diskussionen starten kann!
Lange Rede, kurzer Sinn: Was habe ich jetzt davon?
Die Antwort: Zwei Möglichkeiten News über ein Thema zu lesen, das mich sehr interessiert. Auf der einen Seite aktuell und ohne Schnörkel, auf der anderen Seite anschaulich und interaktiv. Beide Seiten habe ich so gestaltet, dass man erkennt, dass sie zusammen gehören (Corporate Design für Anfänger ^^) - die Bilder sind (cc), das Logo selbst gestaltet. Wenn Twitterfeed die RSS-Feeds in den nächsten Tagen sauber auf Twitter postet, werde ich ein bisschen (aber nicht aufdringlich) dafür werben. Dem FriendFeed traue ich zu, dass er ohne große Macken läuft - also werde ich den Link an Freunde weitergeben, die sich auch gerne über den Verein informieren und austauschen.
Wenn ich damit nur einer Handvoll Leute die Nachrichtensuche angenehmer mache, habe ich schon etwas erreicht - und nebenbei Werbung für das Social Web gemacht ;-)
Nachtrag #1: Die Tweets werden jetzt korrekt angezeigt - Twitterfeed scheint seinen Schluckauf überwunden zu haben. Noch dazu habe ich eine Funktion bei Twitterfeed entdeckt, die es erlaubt, jedem abonnierten Feed einen Präfix vor- bzw. einen Suffix nachzustellen. So kann ich die entsprechende Quelle des Artikels vor jeden Tweet setzen und es sieht gut aus :-) Ich überlege noch, ob ich die Tweets noch mit einem Hashtag (#1860) versehe, aber ich mag das optisch nicht - ich werbe lieber so dezent für den Kanal.
Achja, falls irgendjemand meint, dass ich zuviel vom Fußball rede - der oder die hat natürlich recht. Das Beispiel soll nur eine kreative Spielerei sein, wie man Social-Web-Tools miteinander kombinieren kann und andere auch noch etwas davon haben. Das klappt sicher auch mit anderen Themen, nur fällt mir außer Fußball oft nicht viel ein ;-)
Nachtrag #2: Juhu, meine ersten Follower! Jetzt nur hoffen, dass Twitterfeed zuverlässig liefert :-)
Donnerstag, 4. Februar 2010
Dienstag, 2. Februar 2010
eTeaching Skills - Was hat es mir gebracht?
Irgendwie will mir kein guter Einleitungssatz für diesen Beitrag einfallen. Deshalb fasse ich mich knapp: Das Semester und damit auch der Kurs eTeaching Skills enden diese Woche - Zeit für ein Resumée!
Inhalt des (heute etwas längeren) Beitrags:
I can has web 2.0 tools...
Der Kurs begann mit einigen Tool-Sessions - soweit nichts besonderes möchte man meinen: "Schließlich kenne ich mich eh recht gut aus im Web", dachte ich mir. Was ich nicht ahnte war, dass ich dann tatsächlich viele neue Dinge für mich gelernt und mitgenommen habe. Aber Schritt für Schritt...
Ich erinnere mich an den ersten Lehrveranstaltungs-Termin, als ich PortableApps kennengelernt habe. Gut, gehört hatte ich schon einmal davon - dasselbe bei Delicious oder Blogger: "Kennt doch jeder, nur muss ich das gleich nutzen?" Und umso überraschter war ich, als ich gemerkt habe, dass ich tatsächlich einen Nutzen für diese Tools hatte:
Das beste am Kurs war für mich nicht zwangsläufig die Vorstellung der genannten Tools, sondern die Neugier für Neues, die in mir geweckt wurde. Twitter, Flickr & Co. waren mir auch vorher ein Begriff, doch jetzt wollte ich es genauer wissen...
Is it right to copy? Creative Commons for the win?
Mit dem Urheberrecht habe ich meine ganz eigene Beziehung, in Form von Webcomics (manche erinnern sich). Natürlich war mir klar, dass man nicht einfach so Fremdmaterial kopieren kann. Doch dass es nicht reicht, einen Link auf den Autor darunter zu setzen, wollte ich zuvor nicht wahr haben. Meine reflektive Auseinandersetzung mit dem Urheberrecht hat mich vorsichtiger werden lassen: Ich gestalte Grafiken nach Möglichkeit selbst und vergewissere mich sonst, ob der Inhalt rechtlich einwandfrei ist. Mehr...
Von E-Bewerbungen und mehr...
Das letzte Kapitel im eTeaching Kurs waren E-Portfolios, mit dem Fokus auf den Service Mahara. Als Hobby-Fotograf bin ich es gewohnt, meine ausbelichteten Fotos in Mappen zu präsentieren - ja, überhaupt kann man sagen, dass mich und meine Arbeit gerne nach außen darstelle. Die Vor- und Nachteile von E-Portfolios haben wir erst kürzlich abgewogen. Ich werde wohl auch in Zukunft E-Portfolios nutzen, um Arbeiten zu präsentieren oder mich zu bewerben. Wichtigstes Kriterium für einen E-Portfolio-Dienst ist dabei die volle Kontrolle über den Zugang zu meinen persönlichen Daten. Mehr...
What's left to say?
An dieser Stelle will ich gar nicht viel wiederholen, es war ohnehin eine sehr lineare Rückschau mit viel Fokus auf den Tools. Ich habe auf jeden Fall einiges aus dem Kurs mitgenommen - da kann sich manches Pflichtfach eine Schreibe abschneiden. Deswegen freue ich mich schon umso mehr auf den Kurs eStudy Skills im Sommer und auf die versprochenen Herausforderungen :-)
Inhalt des (heute etwas längeren) Beitrags:
- Web 2.0 Tools aus dem Kurs
- Web 2.0 Kurs von mir
- Das Tutorial-Wiki
- eLearning 2.0
- Urheberrecht
- E-Portfolios
- Ausblick
I can has web 2.0 tools...
Der Kurs begann mit einigen Tool-Sessions - soweit nichts besonderes möchte man meinen: "Schließlich kenne ich mich eh recht gut aus im Web", dachte ich mir. Was ich nicht ahnte war, dass ich dann tatsächlich viele neue Dinge für mich gelernt und mitgenommen habe. Aber Schritt für Schritt...
Ich erinnere mich an den ersten Lehrveranstaltungs-Termin, als ich PortableApps kennengelernt habe. Gut, gehört hatte ich schon einmal davon - dasselbe bei Delicious oder Blogger: "Kennt doch jeder, nur muss ich das gleich nutzen?" Und umso überraschter war ich, als ich gemerkt habe, dass ich tatsächlich einen Nutzen für diese Tools hatte:
- Die PortableApps sind seither ein Dauergast (mit Jahreskarte und Stammplatz) auf meinem USB-Stick. Ich war von Anfang an ein Fan des mobilen Firefox - die wichtigsten Bookmarks immer dabei zu haben ist einfach priceless. Gut, mittlerweile habe ich meine Lesezeichen auch in die Cloud geschoben, doch das schmälert den Wert des Browsers nicht. Auch der Rest des Programm-Pakets ist gut: viel nützliches und manches ist einfach nice to have.
- Delicious hat mein Bookmarking-Verhalten nicht unbedingt revolutioniert, aber immerhin auf angenehme Art entkrampft. Ich erinnere mich noch an Situationen, in denen ich Seiten fand, die zwar cool, aber nicht unbedingt speichernswert waren - schließlich will ich in der Lesezeichen-Zeile Ordnung halten. Mit dem Delicious-Plugin für den Firefox tagge ich die entsprechende Seite mit ein paar Klicks und spare den Platz in den Browser-Bookmarks für meine allerwichtigsten Lesezeichen. Mehr...
- Blogger bzw. das Schreiben eines Blogs allgemein war eine neue Erfahrung für mich. Klar, jeder zweite und dessen Oma blogt heutzutage - aber muss ich bloggen? Die Antwort ist leicht: Ja, ich muss, um mein eLearn-Tagebuch regelmäßig zu aktualisieren. Darüber hinaus ist es interessant, seine Gedanken einer potentiell unendlichen Öffentlichkeit darzulegen. Wenn ich im Sommersemester den Kurs eStudy Skills belege, werde ich auch dafür einen Blog unterhalten, doch dazu später mehr...
- FriendFeed ist die praktischste Anwendung im Web 2.0 überhaupt: Feeds abonnieren, kommentieren, diskutieren - einfach und gut. Ein Tool, das ich selbst noch viel bewerben werde.
- Etherpad (Logo in der Grafik vergessen) ist ein weiteres geniales Tool, das ich immer wieder gerne nutze, v.a. um in Verbindung mit Skype ad hoc "Meetings" zu koordinieren und protokollieren. Mehr...
- Den GoogleReader oder RSS-Reader im Allgemeinen mag ich nicht. Ich bin der Ansicht, dass Feed-Reader v.a. für Mobiltelefone eine sinnvolle Angelegenheit sind. Am PC oder Mac aber gibt es bessere Alternativen.
Das beste am Kurs war für mich nicht zwangsläufig die Vorstellung der genannten Tools, sondern die Neugier für Neues, die in mir geweckt wurde. Twitter, Flickr & Co. waren mir auch vorher ein Begriff, doch jetzt wollte ich es genauer wissen...
- Aber beginnen möchte ich mit Netvibes: Ich nutze den Dienst schon seit gut einem Jahr und finde ihn besser als einhundert Feed-Reader. Auf meiner Netvibes-Seite habe ich Reiter mit Themengebieten eingerichtet, mit denen ich über einen Klick das neueste vom Tage erfahre. Andere Netvibes-Widgets berichten mir vom Wetter, zeigen neue Mails an und erlauben mir den Schnellzugriff auf Social Software. Fazit: Meine personalisierte Online-Zeitung möchte ich nicht mehr missen! Mehr...
- Zu Flickr will ich wirklich nicht viele Worte verlieren. Dass mir die Seite seit Kurzem gefällt hängt vielleicht auch eher mit meiner Leidenschaft für Fotografie und Bildbearbeitung zusammen. Trotzdem eine Pflicht-Erwähnung.
- WordPress habe ich mir schon vor längerer Zeit angesehen, weil mir die Offenheit und die Flexibilität der Blog-Software zusagen. Mangels Webspace konnte ich bisher nur die eingeschränkte Online-Version testen. Für das Sommersemester liebäugle ich damit, mir Wordpress auf eigenem Webspace zu installieren mein eLearn-Tagebuch damit zu betreiben.
- Twitter brauche ich wohl nicht zu erklären - das meine ich ernst - denn dafür haben wir doch dieses Semester ein Twitter-Tutorial entworfen (Vielen Dank hierbei an Kati, Lisa & Lisa!). Den Microblogging-Dienst nutze ich über die Anwendung TweetDeck um brandaktuelle Neuigkeiten oder interessante Links zu meinen Lieblingsthemen zu erhalten (Mein "Twitter-rockt-Moment": Die Apple-Keynotes mit der iPad-Enthüllung am 27. Januar 2010)
Ah, so that's this eLearning we've been talking about all the time...
Ich muss zugeben, das eLearning am Beginn des Kurses ein etwas schwammiger Begriff für mich war: "Irgendwas mit Blackboard und so... von Moodle habe ich auch schon gehört". Mittlerweile habe ich gelernt, welche Unterschiede es zwischen geschlossenen Systemen und eLearning 2.0 gibt - und noch wichtiger, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind. Mehr...Is it right to copy? Creative Commons for the win?
Mit dem Urheberrecht habe ich meine ganz eigene Beziehung, in Form von Webcomics (manche erinnern sich). Natürlich war mir klar, dass man nicht einfach so Fremdmaterial kopieren kann. Doch dass es nicht reicht, einen Link auf den Autor darunter zu setzen, wollte ich zuvor nicht wahr haben. Meine reflektive Auseinandersetzung mit dem Urheberrecht hat mich vorsichtiger werden lassen: Ich gestalte Grafiken nach Möglichkeit selbst und vergewissere mich sonst, ob der Inhalt rechtlich einwandfrei ist. Mehr...
Von E-Bewerbungen und mehr...
Das letzte Kapitel im eTeaching Kurs waren E-Portfolios, mit dem Fokus auf den Service Mahara. Als Hobby-Fotograf bin ich es gewohnt, meine ausbelichteten Fotos in Mappen zu präsentieren - ja, überhaupt kann man sagen, dass mich und meine Arbeit gerne nach außen darstelle. Die Vor- und Nachteile von E-Portfolios haben wir erst kürzlich abgewogen. Ich werde wohl auch in Zukunft E-Portfolios nutzen, um Arbeiten zu präsentieren oder mich zu bewerben. Wichtigstes Kriterium für einen E-Portfolio-Dienst ist dabei die volle Kontrolle über den Zugang zu meinen persönlichen Daten. Mehr...
What's left to say?
An dieser Stelle will ich gar nicht viel wiederholen, es war ohnehin eine sehr lineare Rückschau mit viel Fokus auf den Tools. Ich habe auf jeden Fall einiges aus dem Kurs mitgenommen - da kann sich manches Pflichtfach eine Schreibe abschneiden. Deswegen freue ich mich schon umso mehr auf den Kurs eStudy Skills im Sommer und auf die versprochenen Herausforderungen :-)
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