Donnerstag, 4. Februar 2010

Kurs zu Ende? Klaus macht weiter! - Ein Experiment.

Und zwar mit einem neuen Projekt und den lieb gewonnenen Web 2.0 Tools. Was ich meine? Ich fange am besten mal von vorne an...

Wahrscheinlich interessiert sich jeder für bestimmte Themen, seien es Nachrichten, Hobby oder Kommunikation. Mich interessiert generell alles, speziell aber der Fußball und nochmal gesondert mein Verein: Die Münchener Löwen (natürlich könnte hier auch fast jedes andere Thema stehen - aber ich will es daran aufziehen) Ganz früher war die Printausgabe des Merkur, vielleicht noch Radio und Videotext das Mittel der Wahl, um bei den Sechzgern auf dem Laufenden zu bleiben. Irgendwann habe ich im Web, vor allem in Fanforen nach Neuigkeiten aus dem Verein gefahndet. Seit grob einem dreiviertel Jahr habe ich mir RSS-Feeds auf meine persönliche Netvibes-Seite abonniert. Das sieht so aus:



Schon ganz nett, vor allem aufgrund des gewissen "Zeitungs-Feelings". Aber was seither im täglichen Einsatz ist und, zugegeben, sehr hübsch aussieht, ist mir fast schon zu unpraktisch geworden. Parallel dazu versuche ich mich seit ein paar Monaten mit Twitter anzufreunden: Um das Eis etwas schneller zu brechen habe ich den Twitter-Client TweetDeck im Dauereinsatz. Da war es ein netter Nebeneffekt, dass ich mir mit dem Hashtag #1860 Neugikeiten über den Verein quasi minutenaktuell auf den Desktop holen kann. So richtig hübsch ist das aber nicht und oft sind auch Doubletten oder Meldungen dabei, die mich nicht mal periphär tangieren:


Was also tun? Auf der Netvibes-Seite habe ich alle relevanten RSS-Feeds beisammen, nur ist es etwas unübersichtlich und ich muss erst die Seite besuchen, um die News zu sehen. Mit TweetDeck habe ich Posts mit bestimmten Hashtags sofort auf dem Desktop und werde, wenn ich will, über eine Infobox auf Neuigkeiten aufmerksam gemacht. Wie bekomme ich das beste von beiden Diensten zusammen und halte die Nachteile so gering wie möglich?

Für dieses Problem sind mir zwei Lösungen eingefallen. Und beide habe ich heute umgesetzt!

Lösung #1: Mit dem Dienst Twitterfeed habe ich alle mir bekannten Feeds über den TSV 1860 aus dem Web geklaubt (darunter Merkur, AZ, SZ, Kicker, 11Freunde und Sport1) und so konfiguriert, dass die jüngsten Neuigkeiten auf meinen neuen Twitter-Account gepostet werden: LoewenFeed.
Der Vorteil: Indem ich meinem neuen Account mit meinem Standard-Account folge, bekomme ich garantiert nur Nachrichten über den Verein auf meinen Desktop und das ohne auch nur eine einzige Seite besuchen zu müssen.
Der Nachteil: Twitterfeed liest nur jede halbe Stunde die Feeds ein - die Methode Hashtag-Suche war also aktueller, dafür auch unpräziser. Mit dieser Verzögerung kann ich leben, wenn ich dafür wertvolle Meldungen bekomme. Ein weiterer Nachteil, der sich aber hoffentlich bald legt ist, dass Twitterfeed auch Uralt-News ausgräbt und auf Twitter postet. Ich denke aber, dass der Dienst alle frisch abonnierten Feeds erst mal einliest und postet, egal wie aktuell und, dass sich diese Logorhoe bald legt.
Fazit: Tolle Sache! Alle News auf dem Desktop und das sehr schnell. Wenn die Sache ein paar Tage reibungslos läuft, mache ich auch Werbung dafür und lasse andere am News-Ticker teilhaben.



Lösung #2: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht - oder: FriendFeed is your friend! Ich habe natürlich erst einmal gesucht, ob es schon einen "60er-Channel" auf FF gibt, doch Fehlanzeige. Also habe ich fix selbst einen aufgemacht und die Feeds abonniert: Hier gehts zum Loewen-Feed auf FF.
Der Vorteil: Der FriendFeed ist optisch ansprechend und übernimmt Bilder aus Artikeln, die das ganze optisch auflockern. Noch dazu sieht man gleich woher die News stammen.
Der Nachteil: Eigentlich wie Twitter, nur umgekehrt. Es ist hübsch und übersichtlich, dafür muss ich die Seite erst besuchen und bin damit nicht immer live dabei.
Fazit: Genauso toll! Ich habe die Neuigkeiten zwar nicht auf dem Desktop, aber schön sortiert im Web - ich muss ja nicht immer auf die Minute genau wissen, wann es einen Außenverteidiger im Wadl zwickt. Schön ist auch, dass ich Freunde einladen kann, die sich für das Thema interessieren und so zu den Artikeln Diskussionen starten kann!

Lange Rede, kurzer Sinn: Was habe ich jetzt davon?

Die Antwort: Zwei Möglichkeiten News über ein Thema zu lesen, das mich sehr interessiert. Auf der einen Seite aktuell und ohne Schnörkel, auf der anderen Seite anschaulich und interaktiv. Beide Seiten habe ich so gestaltet, dass man erkennt, dass sie zusammen gehören (Corporate Design für Anfänger ^^) - die Bilder sind (cc), das Logo selbst gestaltet. Wenn Twitterfeed die RSS-Feeds in den nächsten Tagen sauber auf Twitter postet, werde ich ein bisschen (aber nicht aufdringlich) dafür werben. Dem FriendFeed traue ich zu, dass er ohne große Macken läuft - also werde ich den Link an Freunde weitergeben, die sich auch gerne über den Verein informieren und austauschen.

Wenn ich damit nur einer Handvoll Leute die Nachrichtensuche angenehmer mache, habe ich schon etwas erreicht - und nebenbei Werbung für das Social Web gemacht ;-)


Nachtrag #1: Die Tweets werden jetzt korrekt angezeigt - Twitterfeed scheint seinen Schluckauf überwunden zu haben. Noch dazu habe ich eine Funktion bei Twitterfeed entdeckt, die es erlaubt, jedem abonnierten Feed einen Präfix vor- bzw. einen Suffix nachzustellen. So kann ich die entsprechende Quelle des Artikels vor jeden Tweet setzen und es sieht gut aus :-) Ich überlege noch, ob ich die Tweets noch mit einem Hashtag (#1860) versehe, aber ich mag das optisch nicht - ich werbe lieber so dezent für den Kanal.

Achja, falls irgendjemand meint, dass ich zuviel vom Fußball rede - der oder die hat natürlich recht. Das Beispiel soll nur eine kreative Spielerei sein, wie man Social-Web-Tools miteinander kombinieren kann und andere auch noch etwas davon haben. Das klappt sicher auch mit anderen Themen, nur fällt mir außer Fußball oft nicht viel ein ;-)

Nachtrag #2: Juhu, meine ersten Follower! Jetzt nur hoffen, dass Twitterfeed zuverlässig liefert :-)

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